Fast jede Marke beginnt am Küchentisch. Die ersten hundert Bestellungen packt man selbst, schreibt vielleicht noch eine Karte dazu und bringt die Pakete abends zur Filiale. Das ist richtig so: Man lernt sein Produkt, seine Kunden und die eigenen Fehler kennen.
Aber irgendwann kippt es. Und meistens merkt man es zu spät.
Fünf Zeichen, dass es Zeit ist
- Der Versand frisst den Tag. Wenn Gründerinnen und Gründer jeden Tag zwei, drei Stunden mit Packen und Etiketten verbringen, fehlen diese Stunden für Vertrieb, Produkt und Finanzierung.
- Die Wohnung ist das Lager. Kartons im Flur, Paletten in der Garage – spätestens wenn Ware wegen Platzmangel nicht nachbestellt wird, kostet das Umsatz.
- Spitzen machen Angst. Eine Aktion, ein Influencer-Post, ein Fernsehauftritt: Wer davor zittert, statt sich darauf zu freuen, hat ein Kapazitätsproblem.
- Neue Kanäle stehen an. Amazon, TikTok Shop oder der erste Händler verlangen feste Versandzeiten und Sendungsnummern. Aus der Wohnung heraus ist das kaum zu halten.
- Fehler häufen sich. Falsche Artikel, vergessene Bestellungen, Pakete ohne Tracking: Jeder Fehler kostet eine Bewertung, und bei wachsenden Mengen werden es mehr.
Was es kostet
Die größte Sorge ist meist der Preis. Dabei lohnt ein ehrlicher Vergleich mit dem, was der eigene Versand wirklich kostet: Porto zu Privatkundenpreisen, Verpackungsmaterial, Fahrten zur Filiale – und vor allem die eigene Zeit.
Bei einem Fulfillment-Dienstleister zahlst du für Lagerung, Pick, Pack und Porto – und das Porto meist günstiger, weil der Dienstleister bessere Konditionen bei den Paketdiensten hat. Wie sich die Positionen zusammensetzen, erklärt unser Artikel „Was kostet Fulfillment?“, der am 2. November erscheint. Eine konkrete Zahl für dein Produkt bekommst du schon jetzt im Kostenrechner.
Bei uns gilt für den Start:
- Keine Mindestmenge und keine Mindestfläche. Du kannst mit einer Palette anfangen.
- Tarif Starter für weniger als 100 Pakete im Monat; ab 100 gilt der Tarif Standard mit günstigeren Preisen.
- Die Anbindung an Shop und Marktplätze kostet nichts extra.
Was du vorher klären solltest
- Stammdaten: Für jeden Artikel Gewicht, Maße und EAN. Je sauberer, desto schneller ist die Ware eingelagert.
- Verpackungsregister: Die Registrierung in LUCID bleibt bei dir, auch wenn wir verpacken – siehe Verpackungsgesetz und LUCID.
- Produktsicherheit: Herstellerangaben und Warnhinweise gehören ins Angebot und aufs Produkt – siehe GPSR-Pflichtangaben.
- Verpackung: Soll es dein Markenkarton sein, eine Beilage, eine Karte? Das gehört ins erste Gespräch, nicht in die dritte Woche.
So läuft der Start
- Gespräch: Sortiment, Mengen, Kanäle und Termine – vor allem, ob eine Aktion oder ein Auftritt ansteht.
- Anbindung: Shop und Marktplätze werden verbunden und zunächst nur gelesen. Du siehst, dass jede Bestellung ankommt, bevor etwas versendet wird.
- Anlieferung: Du kündigst die Ware im Dashboard an, wir zählen, prüfen und buchen ein.
- Versand: Ab dann gehen Bestellungen, die bis 14:00 Uhr eingehen, am selben Tag raus – und du siehst im Dashboard jeden Auftrag mit seinen Kosten.
Der richtige Zeitpunkt für den Umstieg ist übrigens nicht der Tag, an dem nichts mehr geht. Es ist der Tag, an dem du merkst, dass es bald so weit ist. Wie man den Wechsel ohne Lieferstopp schafft, auch von einem anderen Dienstleister, steht ab dem 5. November in unserem Artikel zum Dienstleisterwechsel. Wie eLogix arbeitet, steht unter Fulfillment.
Stand: Oktober 2026.
