Für viele Gründerinnen und Gründer, die in „Die Höhle der Löwen“ einen Deal machen, ist nicht das Investment das Wichtigste, sondern der Zugang: zum Regal in der Drogerie, im Supermarkt oder im Fachhandel. Wenn das Listing kommt, ändert sich die Logistik grundlegend. Statt vieler kleiner Pakete an Endkunden gehen wenige große Sendungen an Zentrallager des Handels – und dort gelten eigene Regeln.
Was sich ändert
| Onlinehandel | Handel | |
|---|---|---|
| Sendung | Paket an Endkunden | Palette an ein Zentrallager |
| Menge | ein bis wenige Stück | Kartons und Lagen |
| Termin | so schnell wie möglich | festes Zeitfenster |
| Vorgaben | vom Paketdienst | vom Handelspartner, oft sehr detailliert |
| Fehler | eine Bewertung | eine abgelehnte Lieferung |
Die Vorgaben des Handels
Jeder Handelspartner hat seine eigenen Anforderungen, und sie stehen meist in einem Lieferantenhandbuch. Typisch sind:
- Palettenaufbau: maximale Höhe, Gewicht, Lagenbild, Überstand, Sicherung.
- Kennzeichnung: Palettenlabel mit bestimmten Angaben und Barcodes, oft auch Etiketten je Karton.
- Lieferavis: Die Lieferung muss vorher angemeldet werden, mit Menge, Palettenzahl und Termin.
- Zeitfenster: Wer zu spät oder zu früh kommt, wird nicht entladen.
- Datenaustausch: Größere Händler verlangen Bestellungen und Lieferscheine per EDI.
Wer eine dieser Vorgaben verfehlt, riskiert, dass die Lieferung abgelehnt wird – oder dass Strafgebühren anfallen. Für ein Startup, das gerade sein erstes Listing bekommen hat, ist das der schlechteste mögliche Start.
Zwei Kanäle, ein Bestand
Die eigentliche Schwierigkeit liegt oft nicht im Handel selbst, sondern im Nebeneinander. Der Onlineshop läuft weiter, und das Weihnachtsgeschäft kommt dazu. Wenn die Ware für den Handel aus einem anderen Lager kommt als die für den Shop, muss man vorher entscheiden, wie viel wohin geht – und liegt dabei fast immer falsch.
Besser ist ein Lager, das beides aus einem Bestand bedient. Du legst fest, wie viel für den Handel reserviert wird, und der Rest steht dem Onlinegeschäft zur Verfügung.
Was wir dafür tun
Für Handelsaufträge bauen wir Paletten nach der Vorgabe deines Handelspartners, bringen Palettenlabel und Kennzeichnung an, melden die Lieferung an und stimmen das Zeitfenster mit dem Frachtführer ab. Mischpaletten und Displays konfektionieren wir nach Packvorschrift, und den Transport als Stückgut oder Teilladung buchen wir auf Wunsch gleich mit. Aufträge kommen per Dashboard, CSV oder API; eine EDI-Anbindung richten wir auf Anfrage ein.
Alles aus demselben Bestand wie dein Onlinegeschäft. Mehr dazu unter B2B-Versand.
Was du vor der ersten Lieferung tun solltest
- Lieferantenhandbuch lesen – vollständig, nicht nur die erste Seite. Dort stehen Palettenvorgaben, Kennzeichnung und Avis.
- Stammdaten vorbereiten: EAN für Artikel und Karton, Gewichte und Maße je Verpackungseinheit.
- Mengen planen: Wie viel geht in den Handel, wie viel bleibt für den Shop – und wie schnell kommt Nachschub?
- EDI klären: Verlangt dein Handelspartner EDI, und ab wann?
- Retouren aus dem Handel einplanen: Auch der Handel schickt zurück, etwa nicht verkaufte Saisonware.
Wie man insgesamt auf Spitzen nach einem Auftritt vorbereitet ist, steht in unserem Artikel Nach der Höhle der Löwen.
Stand: November 2026. eLogix steht in keiner Verbindung zur Sendung „Die Höhle der Löwen“ oder zu VOX.
