Ab dem 2. November 2026 erhebt Amazon auf die Versandgebühren von Versand durch Amazon (FBA) einen Kraftstoff- und Logistikzuschlag von 2 statt 1,5 Prozent, beim Multi-Channel-Versand ab dem 19. November. Pro Einheit sind das im Schnitt nur rund zwei Cent. Die Details stehen in unserem Artikel zur Erhöhung des Logistikzuschlags.
Interessanter als die zwei Cent ist das Wort, an dem sie hängen: je Einheit. Denn genau dort unterscheidet sich FBA grundsätzlich von einem Fulfillment-Dienstleister.
Amazon rechnet je Artikel
Bei FBA zahlst du die Versandgebühr für jede verkaufte Einheit. Bestellt ein Kunde drei Artikel, fallen drei Versandgebühren an – auch wenn Amazon alle drei in denselben Karton packt und als ein Paket verschickt. Der Logistikzuschlag kommt auf jede dieser Gebühren obendrauf.
Für Amazon ist das ein einfaches Modell: Jede Einheit hat ihren festen Preis, abhängig von Größe und Gewicht. Für dich heißt es: Eine Bestellung mit mehreren Artikeln wird nicht günstiger je Artikel, obwohl sie für das Lager deutlich weniger Arbeit macht als mehrere einzelne Bestellungen.
Bei uns zahlst du das Paket einmal
Wir rechnen so ab, wie die Arbeit im Lager tatsächlich anfällt:
| Position | Fällt an |
|---|---|
| Auftragspauschale – Packen, Karton, Etikett | einmal je Auftrag |
| Versand – das Porto für das Paket | einmal je Paket |
| Pick – einen Artikel aus dem Regal holen | je Artikel |
Das Teure an einem Versand ist das Paket selbst: Porto, Karton, Packzeit. Das zahlst du bei uns einmal. Jeder weitere Artikel in derselben Bestellung kostet nur noch den Pick – also den Griff ins Regal, nicht ein zweites Paket.
Ein Beispiel mit drei Artikeln
Eine Bestellung mit drei Artikeln, alle klein und leicht, zusammen in einem Paket:
| Bei FBA | Bei eLogix | |
|---|---|---|
| Versand | 3 × Versandgebühr je Einheit | 1 × Porto für das Paket |
| Packen | in der Versandgebühr enthalten | 1 × Auftragspauschale |
| Kommissionierung | in der Versandgebühr enthalten | 3 × Pick |
| Logistikzuschlag | 3 × 2 % auf die Versandgebühr | – |
Je mehr Artikel in einer Bestellung stecken, desto weiter gehen die beiden Spalten auseinander. Bei FBA wächst die Rechnung mit jedem Artikel um eine volle Versandgebühr, bei uns um einen Pick. Wer typischerweise Bestellungen mit mehreren Artikeln hat – Kosmetik, Nahrungsergänzung, Tee und Kaffee, Ersatzteile, Zubehör –, zahlt bei FBA für Pakete, die es nie gegeben hat.
Was das mit deinen Gewichten und Mengen konkret ausmacht, rechnest du im Kostenrechner durch: Artikel je Paket eintragen, und du siehst Pick, Pack und Versand einzeln.
Und bei Bestellungen mit einem Artikel?
Da ist der Abstand kleiner, und das gehört zur ehrlichen Rechnung dazu. Bei einer Bestellung mit genau einem Artikel zahlt man in beiden Modellen einmal Versand und einmal Handling; dann entscheiden Größe, Gewicht und die konkreten Preise. FBA bringt außerdem die volle Prime-Sichtbarkeit mit – ein Vorteil, den man nicht kleinreden sollte.
Aber auch dort gilt: Wer selbst versendet oder über einen Dienstleister, kann mit Prime durch Verkäufer das Prime-Logo behalten. Und wer neben Amazon einen eigenen Shop, eBay oder Otto betreibt, spart sich bei einem eigenen Lager den zweiten Bestand – und den Multi-Channel-Versand, bei dem Amazon ebenfalls je Einheit abrechnet.
Was du jetzt tun kannst
- Bestellungen auswerten: Wie viele Artikel stecken im Schnitt in einer Bestellung? Ab zwei lohnt der Vergleich fast immer.
- FBA-Gebühren je Bestellung zusammenrechnen, nicht je Einheit – inklusive des neuen Zuschlags.
- Im Kostenrechner gegenrechnen: gleiche Bestellung, gleiches Gewicht, Paket statt Einheit.
- Sortiment aufteilen: Einzelartikel mit hohem Tempo können bei FBA bleiben, Mehrfachbestellungen und alles, was auch über andere Kanäle läuft, gehen ins eigene Lager.
Wie wir Amazon-Bestellungen abwickeln – mit Sendungsnummer zurück an Amazon und einem Bestand für alle Kanäle –, steht unter Amazon Fulfillment.
Stand: Oktober 2026. FBA-Gebühren und Zuschlag nach den Angaben von Amazon; maßgeblich sind die aktuellen Gebühren in Seller Central.
