Black Friday ist in diesem Jahr am Freitag, 27. November, Cyber Monday am Montag, 30. November. Dazwischen und bis Weihnachten liegen die Wochen, in denen ein Onlineshop einen großen Teil seines Jahresumsatzes macht – und in denen Fehler in der Planung am teuersten sind. Ein ausverkaufter Bestseller lässt sich im Dezember nicht mehr nachholen.
Fünf Wochen vor Black Friday ist der richtige Zeitpunkt, die Saison durchzuplanen. Hier ist, worauf es ankommt.
1. Bestand: Was nicht im Lager ist, kann nicht verkauft werden
Die häufigste Ursache für verlorenen Umsatz im Peak ist kein Versandproblem, sondern ein leerer Lagerplatz. Geh deine Topseller durch und rechne mit dem Absatz des Vorjahres plus Aktion, nicht mit dem Durchschnitt.
- Ware früh anliefern. Kurz vor den Feiertagen sind Spediteure und Wareneingänge überall stark ausgelastet. Was im November auf dem Lkw steht, steht im Zweifel zu lange darauf. Bei Importen aus Asien ist es für Black Friday jetzt schon knapp; dort gilt eher: Weihnachten absichern.
- Anlieferung anmelden. Eine angemeldete Anlieferung mit sauberer Packliste ist schneller eingebucht als eine Überraschung an der Rampe. Wie das bei uns läuft, steht unter Wareneingang.
- Bestände im Blick behalten. Was sich in der Aktion schneller verkauft als gedacht, merkst du am besten, bevor der Shop „ausverkauft“ zeigt.
2. Aktionen ankündigen – auch bei uns
Wenn du mit deutlich mehr Bestellungen rechnest, sag es uns vorher: wann, wie lange und ungefähr wie viele. Wir planen danach Personal und Abholungen.
Das gilt besonders für Aktionen mit festem Start, etwa einen Newsletter um 19 Uhr. Unser garantierter Cut-off für den Versand am selben Tag ist 14:00 Uhr; bei hohem Volumen am Abend können wir die Pakete auf Anmeldung bis 18:30 Uhr direkt im Paketzentrum anliefern. Das geht nur, wenn wir davon wissen.
3. Zuschläge einrechnen
Die Paketdienste lassen sich die Spitzenwochen bezahlen. Bei DHL sind die Zuschläge für 2026 veröffentlicht:
| Zuschlag | Zeitraum | Je Sendung |
|---|---|---|
| Peakzuschlag | 1. November – 31. Dezember | 0,19 € |
| Peak-in-Peak-Zuschlag | 23. November – 6. Dezember | 0,50 €, zusätzlich |
Rund um Black Friday kostet also jedes Paket 69 Cent mehr. Bei einer Aktion mit kostenlosem Versand und knapper Marge ist das kein Rundungsfehler. Rechne es in die Aktion ein, bevor du den Rabatt festlegst – nicht danach.
4. Laufzeiten ehrlich kommunizieren
Zwischen Black Friday und Weihnachten braucht ein Paket erfahrungsgemäß rund einen Tag länger. Schreib das in deinen Shop, statt Beschwerden im Kundenservice zu sammeln.
Für Weihnachten nennt DHL für Geschäftskunden folgende letzte Abholtage, damit ein Paket in der Regel bis zum 24. Dezember zugestellt wird:
| Ziel | Letzte Abholung |
|---|---|
| Deutschland | Dienstag, 22. Dezember |
| Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz | Montag, 21. Dezember |
| Dänemark, Italien, Polen, Schweden, Slowakei, Slowenien, Tschechien | Samstag, 19. Dezember |
| übriges Europa | 17. bis 18. Dezember |
Am 24. Dezember holt DHL nicht ab. Kleinpakete und Sperrgut sind von diesen Terminen ausgenommen; dafür empfiehlt DHL, ein bis drei Tage früher zu versenden. Plane in deinem Shop deshalb einen „Bestellschluss für Weihnachten“ mit Puffer ein – ein Tag vor unserem Cut-off ist zu knapp, wenn die Bestellung auch noch ins Lager muss.
5. Adressen prüfen, bevor es eng wird
Im Peak sind die Netze voll, und eine Sendung mit fehlerhafter Anschrift verliert in der manuellen Bearbeitung mindestens einen Tag – im Dezember oft genau den, der fehlt. Wir prüfen jede deutsche Lieferadresse vor dem Versand gegen die Leitdaten der Deutschen Post und halten unklare Fälle an, bevor ein Etikett gedruckt wird. Das ist Smart Shipping.
6. An den Januar denken
Was im November und Dezember verkauft wird, kommt im Januar zum Teil zurück. Wer die Retourenwelle einplant, hat die Ware schneller wieder im Verkauf, und genau dann beginnt der Winterschlussverkauf. Wie du dabei Kosten sparst, steht in unserem Artikel Retourenkosten senken.
Die Checkliste
- Topseller durchrechnen und Nachschub jetzt bestellen.
- Anlieferungen früh planen und anmelden.
- Aktionen mit Datum, Uhrzeit und erwarteter Menge bei uns ankündigen.
- Peak-Zuschläge in die Kalkulation der Aktion aufnehmen.
- Laufzeiten und Bestellschluss für Weihnachten im Shop nennen.
- Retouren im Januar einplanen.
Stand: Oktober 2026. Zuschläge und Abholtermine nach den Angaben von DHL für Geschäftskunden; maßgeblich sind die aktuellen Veröffentlichungen auf dhl.de.
