Die EORI-Nummer ist die Kennung, unter der dein Unternehmen beim Zoll in der ganzen EU geführt wird. Ohne sie gibt es keine Zollanmeldung – und damit keinen Import.
Wann du eine brauchst
Sobald du Ware aus einem Drittland einführst. Das gilt auch dann, wenn ein Spediteur oder wir die Verzollung übernehmen: Angemeldet wird in deinem Namen, also steht deine Nummer in der Anmeldung.
Nicht gebraucht wird sie für Lieferungen innerhalb der EU. Wer nur aus Deutschland nach Österreich versendet, kommt ohne aus.
Nicht zu verwechseln mit der USt-IdNr.
Beides sind Nummern, beides braucht man im Außenhandel, und sie werden regelmäßig verwechselt:
| Wofür | |
|---|---|
| USt-IdNr. | Umsatzsteuer, innergemeinschaftliche Lieferungen |
| EORI | Zollanmeldungen, Einfuhr und Ausfuhr |
Die eine ersetzt die andere nicht. Für den Import brauchst du beide.
Wo sie überall auftaucht
Das ist der Teil, der im Alltag unterschätzt wird. Die EORI steht nicht nur im Antrag, sondern:
- auf der Handelsrechnung jeder Sendung ins oder aus dem Drittland,
- in der Zollanmeldung beim Import,
- bei Retouren aus dem Drittland – dort die EORI des Empfängers, zusammen mit einer Kopie der ursprünglichen Handelsrechnung und der Zollinhaltserklärung,
- beim Zollaufschubkonto, das ohne EORI nicht bewilligt wird.
Fehlt sie an einer dieser Stellen, bleibt die Sendung liegen. Das ist die teuerste Variante: Standgeld im Hafen, während eine Nummer beantragt wird, die es in wenigen Tagen gibt.
So kommst du an sie
Beantragt wird die EORI-Nummer beim Zoll – kostenlos, über das Portal des Zolls beziehungsweise das dafür vorgesehene Formular. Was du bereithalten solltest: Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung, Steuernummer und USt-IdNr.
Die aktuellen Wege und Formulare stehen auf zoll.de. Wir verlinken sie hier bewusst nicht als Kochrezept, weil der Zoll seine Portale ändert und ein veralteter Link schlimmer ist als keiner.
Bei eLogix eintragen
Die EORI gehört in deine Firmendaten, einmal und dauerhaft. Bei einer Importanfrage ist sie dann vorbelegt – zusammen mit der USt-IdNr., denn beide werden für die Verzollung gebraucht.
Den Ablauf vom Hafen ins Lager findest du unter Warenimport, die Kostenseite im Importrechner.
Stand: Oktober 2026. Bist du Kunde, stehen die Felder im Dashboard unter deinem Namen → Steuerangaben.
